KI-Arztbrief oder klassisches Diktiersystem? Was beide leisten und wofür welches passt
Medizinische Diktiersysteme sind seit Jahren bewährt und in vielen Kliniken im Einsatz. AutoArztbrief geht einen anderen Weg. Dieser Vergleich benennt die Unterschiede sachlich, ohne Produktnamen, damit Sie einordnen können, was für Ihre Abteilung passt.
Der grundsätzliche Unterschied
Ein klassisches Diktiersystem verwandelt Sprache in Text: Was Sie sagen, steht danach da, Satzzeichen und Gliederung inklusive, wenn Sie sie ansagen. AutoArztbrief verwandelt Sprache in ein Dokument: Aus dem frei erzählten Diktat oder dem mitgehörten Gespräch schreibt eine KI den gegliederten Arztbrief im Stil der Abteilung. Der eine Ansatz ersetzt das Tippen, der andere auch das Formulieren.
Im Vergleich
| Punkt | Klassisches Diktiersystem | AutoArztbrief |
|---|---|---|
| Sprechweise | Diktierstil mit angesagten Satzzeichen und Gliederung | Frei erzählt oder Gespräch mitgehört; Diktierstil nur im Freitext |
| Ergebnis | Der gesprochene Text, wörtlich | Gegliederter Brief, Entlassbrief oder OP-Bericht mit Code-Vorschlägen; Freitext auch wörtlich |
| Einarbeitung | Sprachprofil je Person, Diktierstil lernen | Kein Profil, kein Training; Glossar und Stil je Abteilung |
| Gerät | PC-Arbeitsplatz mit Mikrofon oder Diktiergerät, Software installiert | Smartphone oder Tablet, am PC der Browser; Text erscheint am Klinik-PC |
| KIS-Anbindung | Oft tief integriert, mit Projekt und Lizenz je Arbeitsplatz | Keine Schnittstelle; Text wird am PC in jedes Programm eingefügt |
| Betrieb | Meist Server im Haus oder Anbieter-Cloud, Wartung durch die IT | Betrieb beim Anbieter in Deutschland und der EU, keine Server im Haus |
| Datenschutz | Bei Betrieb im Haus bleiben Daten im Haus; bei Cloud wie unten | Auftragsverarbeitung in der EU, keine Stammdaten, keine Speicherung von Briefen, Unterlagen für die DSFA |
| Kosten | Lizenz je Sprecher oder Arbeitsplatz, oft zuzüglich Hardware und Projekt | Je Nutzerin und Nutzer im Monat, ohne Hardware und Projekt; mit Freitext in der Regel günstiger als oder gleichauf mit einer Lizenz für klassische Spracherkennung, bei deutlich größerem Umfang; Preise auf Anfrage |
| Offline | Je nach System auch ohne Netz nutzbar | Internet nötig; ohne Netz bleibt die Aufnahme gesichert und lässt sich nachreichen |
Wofür das klassische Diktiersystem stark ist, und was der Freitext davon abdeckt
- Wörtliche Befunde am Arbeitsplatz, bei denen jedes Wort so stehen soll, wie es gesprochen wurde: Das ist die Domäne des Diktiersystems, und genau das übernimmt bei AutoArztbrief der Freitext. Sie sprechen am Smartphone, der Text erscheint am Klinik-PC und wird in das geöffnete Programm eingefügt, mit Diktierbefehlen, Glossar und Zahlenkontrolle. Damit kann AutoArztbrief ein klassisches Diktiersystem ersetzen, nicht nur ergänzen.
- Bestehende, tiefe KIS-Integration, die Diktate direkt in die richtige Akte legt: Hier bleibt das klassische System im Vorteil. Unser Freitext fügt den Text in das Feld ein, das Sie geöffnet haben, die Zuordnung zur Akte bleibt bei Ihnen.
- Betrieb vollständig im eigenen Rechenzentrum: Wer das zwingend braucht, findet es nur bei einem lokal installierten System.
Was es kostet
Ein Zugang zu AutoArztbrief mit eingeschaltetem Freitext kostet je Nutzerin und Nutzer im Monat in der Regel nicht mehr als eine Sprecherlizenz klassischer medizinischer Spracherkennung, oft weniger. Enthalten sind dann beide Welten: das wörtliche Diktat in jedes Programm und der fertig formulierte Arztbrief, Entlassbrief und OP-Bericht mit Code-Vorschlägen, ohne Hardware, Installation und Integrationsprojekt. Ein konkretes Angebot nennen wir nach einem kurzen Gespräch.
Wofür AutoArztbrief gebaut ist
- Arztbrief, Entlassbrief und OP-Bericht, bei denen nicht das Tippen, sondern das Formulieren die Zeit kostet
- Die Sprechstunde, in der der Brief aus dem Gespräch entsteht, ohne zweites Diktat
- Ärztinnen und Ärzte, die unterwegs sind und am Smartphone arbeiten, oder die in ihrer Muttersprache diktieren
- Kliniken, die ohne Installationsprojekt und ohne KIS-Schnittstelle starten wollen
Was wir nicht behaupten
AutoArztbrief ist kein Ersatz für jede Funktion eines ausgereiften Diktiersystems, und eine KI formuliert anders, als Sie es selbst täten; deshalb wird jeder Entwurf geprüft. Der ehrliche Vergleich ist der Pilot in Ihrer Abteilung: einige Wochen im Alltag, dann zeigt sich, welches Werkzeug die Ärztinnen und Ärzte tatsächlich nutzen.
Häufige Fragen
Können wir beides nebeneinander nutzen?
Ja. Viele Abteilungen behalten ihr Diktiersystem für den Befund am Arbeitsplatz und nehmen AutoArztbrief für Arztbrief, Entlassbrief und OP-Bericht. Die Entscheidung fällt meist nach dem Pilot, wenn klar ist, welches Werkzeug die Ärztinnen und Ärzte im Alltag tatsächlich nutzen.
Ist eine Cloud-Lösung in der Klinik überhaupt erlaubt?
Ja, unter den Bedingungen, die für jede Auftragsverarbeitung von Gesundheitsdaten gelten: Vertrag, Verarbeitung in der EU, Datensparsamkeit, Datenschutz-Folgenabschätzung. Was wir dafür liefern, steht auf KI und Datenschutz in der Klinik.
Was ist mit Ärztinnen und Ärzten, die gern im Diktierstil sprechen?
Das geht weiterhin. Wer „Punkt“ und „Absatz“ ansagt, bekommt im Freitext genau das; beim Arztbrief ignoriert die KI die Befehle und schreibt trotzdem den gegliederten Brief. Niemand muss umlernen, man darf nur weniger ansagen.
Wie lange dauert die Einführung im Vergleich?
Ein Testzugang steht meist innerhalb eines Tages, ohne Installation und ohne Projekt mit dem KIS-Hersteller. Der eigentliche Aufwand liegt in Stilbeispielen und Glossar der Abteilung, etwa eine Stunde gemeinsam mit uns, danach verfeinert es sich im Alltag.
Weitere Themen
- Arztbrief mit KI
- Entlassbrief per KI
- Visite und Verlauf
- OP-Bericht und Abrechnung
- Medizinische Spracherkennung
- KI und Datenschutz in der Klinik
- Für die Klinik-IT
- Pflegedokumentation mit KI
- Patienteninformation
- Freitext in jedes Programm
- So funktioniert es
- Datenschutz und Sicherheit
- Häufige Fragen