Entlassbrief per KI: Der Aufenthalt ist dokumentiert, der Brief schreibt sich daraus
Der Entlassbrief ist das Dokument, das am längsten liegen bleibt. Mit AutoArztbrief entsteht er aus dem, was während des Aufenthalts ohnehin dokumentiert wurde, oder aus einer kurzen, frei erzählten Zusammenfassung am Entlasstag.
Zwei Wege zum Entlassbrief
Aus dem Verlauf
Wenn Ihre Abteilung die gemeinsamen Fälle nutzt, sammeln sich die Visiteneinträge aller beteiligten Ärztinnen und Ärzte über den Aufenthalt. Am Entlasstag genügt ein Klick: Die KI fasst den Verlauf zusammen, übernimmt Diagnosen und Therapie, formuliert Procedere und Empfehlungen und setzt sie in die Gliederung Ihrer Abteilung. Mehr dazu unter Visite und Verlauf.
Aus einem kurzen Diktat
Ohne gesammelten Verlauf erzählen Sie in zwei, drei Minuten, was war: Aufnahmegrund, Verlauf, Eingriff, Besonderheiten, Entlassung. Die KI gliedert daraus den vollständigen Brief. Diktierstil ist nicht nötig, Satzzeichen auch nicht.
Was im Entlassbrief steht
- Diagnosen mit geprüften ICD-10-Vorschlägen, Prozeduren mit OPS-Vorschlägen
- Anamnese und Aufnahmebefund, stationärer Verlauf, Therapie und Operationen
- Entlassungsbefund, Medikation und Empfehlungen, Procedere und Wiedervorstellung
- Laborwerte und Vorbefunde per Foto: abfotografieren, die Werte werden erkannt und übernommen, Kopfdaten mit Name und Geburtsdatum entfernt
Nichts Erfundenes
Gerade beim Entlassbrief ist die Versuchung eines Sprachmodells groß, einen „typischen Verlauf“ zu ergänzen. AutoArztbrief lässt das nicht zu: In der strengen Betriebsart bleiben fehlende Angaben als „[nicht diktiert]“ stehen, nicht erwähnte Bildgebung wird nie ergänzt, Namen nur aus dem Diktat. Wer Vorschläge wünscht, bekommt sie klar markiert. Was die KI darf und was nicht, steht auf Arztbrief mit KI.
Nachdiktat statt Neuschreiben
Fehlt etwas, diktieren Sie es nach. Die KI arbeitet die Ergänzung in den bestehenden Brief ein, ohne ihn neu zu formulieren. Das gilt auch für Korrekturen, die Ihnen beim Gegenlesen auffallen.
Patienteninformation dazu
Aus dem fertigen Entlassbrief entsteht auf Knopfdruck eine Patienteninformation: in einfacher Sprache oder in einer von über 70 Sprachen. Für Patientinnen und Patienten, die den Brief sonst nicht verstünden, und für die Eltern in der Kinderklinik.
Von der Station in das KIS
Der Brief wird am Handy oder Tablet geprüft und erscheint am Klinik-PC, wo er mit einem Klick in das geöffnete Formular eingefügt wird. Alternativ per E-Mail an die hinterlegte Klinikadresse. Eine Schnittstelle zum KIS ist nicht nötig.
Häufige Fragen
Wie kurz darf das Diktat für einen Entlassbrief sein?
So kurz, wie der Fall es erlaubt. Bei einer hinterlegten Schnellvorlage, etwa für einen Standardeingriff, genügen Alter, Seite und Besonderheiten. Alles, was Sie nicht sagen, bleibt in der strengen Betriebsart als „[nicht diktiert]“ sichtbar, damit nichts stillschweigend fehlt.
Übernimmt die KI die Diagnosen aus dem Aufnahmebefund?
Sie übernimmt, was im Verlauf oder Diktat steht, und schlägt dazu ICD-10-Codes aus dem amtlichen Katalog vor. Sie ergänzt keine Diagnosen aus eigenem Wissen; ein Beispiel aus den Wissensmodulen Ihrer Abteilung wird nie zur Diagnose.
Kann der Entlassbrief an den Hausarzt übersetzt werden?
Der Brief selbst bleibt deutsch. Für Patientinnen und Patienten entsteht aus dem Brief eine Patienteninformation in einfacher Sprache oder in einer von über 70 Sprachen, die Sie mitgeben oder senden können.
Wie kommt der Brief aus der App in das KIS?
Am Klinik-PC erscheint der geprüfte Brief und wird mit einem Klick in das geöffnete Formular eingefügt. Alternativ per E-Mail an die hinterlegte Klinikadresse oder durch Kopieren. Eine Schnittstelle ist nicht nötig.
Weitere Themen
- Arztbrief mit KI
- Visite und Verlauf
- OP-Bericht und Abrechnung
- Medizinische Spracherkennung
- KI und Datenschutz in der Klinik
- Für die Klinik-IT
- Pflegedokumentation mit KI
- Patienteninformation
- Freitext in jedes Programm
- Vergleich zum Diktiersystem
- So funktioniert es
- Datenschutz und Sicherheit
- Häufige Fragen