Medizinische Spracherkennung: frei erzählen, Fachbegriffe sicher, direkt am Klinik-PC
Klassische Diktiersysteme verlangen Diktierstil: „Punkt, neuer Absatz, Komma“. AutoArztbrief hört zu, wie Sie sprechen. Die Spracherkennung ist auf medizinische Sprache eingestellt und lernt das Vokabular Ihrer Abteilung.
Frei erzählen statt diktieren
Für Arztbrief, Entlassbrief oder OP-Bericht erzählen Sie, was war. Satzzeichen, Absätze und Gliederung setzt die KI beim Schreiben des Dokuments. Nur im Freitext, wo der Text wörtlich erscheinen soll, gelten gesprochene Befehle wie „Punkt“, „Komma“ und „Absatz“.
Das Glossar Ihrer Abteilung
Jede Abteilung hat ein eigenes Glossar: Klassifikationen, Eigennamen von Verfahren, Implantaten und Hilfsmitteln, hausinterne Begriffe. Die Spracherkennung bekommt diese Begriffe als Erkennungshilfe. Wird ein Begriff trotzdem wiederholt falsch gehört, hinterlegen wir eine feste Ersetzung, die ab dann bei jeder Aufnahme greift. So wird die Erkennung mit jeder Woche genauer, ohne dass jemand ein Modell trainieren muss.
Zahlen und Unsicheres sichtbar
Zahlen sind die häufigste Fehlerquelle jeder Spracherkennung: Dosierungen, Winkel, Laborwerte. Die App zeigt die erkannten Zahlen im Freitext gesondert zur Kontrolle an. Lange Aufnahmen werden in Abschnitten verarbeitet, der erkannte Text liegt kurz nach dem Stoppen vor, auch nach einem 40-minütigen Gespräch.
13 Aufnahmesprachen, Brief auf Deutsch
Ärztinnen und Ärzte, die im Deutschen noch nicht sicher sind, diktieren in ihrer Muttersprache: Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Russisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch oder Hindi. Der Brief entsteht trotzdem in fachlich korrektem Deutsch. Die Sprache wird je Aufnahme gewählt, auf Wunsch automatisch erkannt.
Freitext: in jedes Programm am Klinik-PC
Nicht alles ist ein Brief. Für Befunde, Notizen, E-Mails oder Felder im KIS gibt es den Freitext: Sie sprechen am Handy, der Text erscheint am Klinik-PC und wird dort in das geöffnete Programm eingefügt, ganz gleich welches. Dafür verbinden Sie Handy und Rechner einmalig miteinander, ohne Installation durch die IT. Eine optionale KI-Nachschärfung korrigiert Hörfehler anhand des Glossars, ohne den Inhalt zu verändern.
Was Sie wissen sollten
- Die Spracherkennung läuft bei einem europäischen Anbieter in der EU. Die Tonaufnahme wird nach der Erkennung gelöscht.
- Ohne Internetverbindung bleibt die Aufnahme auf dem Gerät gesichert und lässt sich nachreichen, sobald die Verbindung wieder steht.
- Ein Headset ist nicht nötig; das Mikrofon des Diensthandys genügt, auch bei einem Gespräch über den Tisch.
- Hintergrundgeräusche verkraftet die Erkennung gut, zwei gleichzeitig sprechende Personen weniger. Im Zweifel hilft ein Blick auf das Transkript, das immer sichtbar bleibt.
Häufige Fragen
Muss ich die Spracherkennung auf meine Stimme trainieren?
Nein. Die Erkennung funktioniert ab der ersten Aufnahme. Angepasst wird nicht die Stimme, sondern das Vokabular: Das Glossar Ihrer Abteilung und feste Ersetzungen für wiederholte Hörfehler.
Was ist der Unterschied zum klassischen Diktiersystem?
Drei Dinge: Sie sprechen frei statt im Diktierstil, die KI schreibt daraus gleich das gegliederte Dokument statt nur den Text, und es braucht keine Lizenz je Arbeitsplatz und kein Mikrofon am PC. Das Diensthandy genügt.
Wie zuverlässig sind Zahlen und Dosierungen?
Zahlen sind für jede Spracherkennung die kritischste Stelle. Die App zeigt die erkannten Zahlen im Freitext zur Kontrolle an, und der erkannte Text bleibt immer sichtbar. Für Dosierungen und Maße empfehlen wir einen kurzen Blick vor der Übernahme.
Funktioniert es mit Dialekt und Akzent?
In der Regel gut, weil die Erkennung auf ganze Sätze hört und nicht auf einzelne Laute. Bei stark regionaler Aussprache einzelner Fachbegriffe hilft eine feste Ersetzung im Glossar.
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